- Joined
- Sep 25, 2021
Ein bißchen persönlicher TED-Talk
Was mich zu dem Beitrag hier bringt.
OT:
Die haben nichts besseres zu tun, als HASSforen aufzusuchen und deren User als Faschos zu diffamieren. Es gibt auch Linke oder unpolitische hier im Forum, die geistig gesund sind (ich weiß, das sich das heutzutage verrückt anhört) und auch keinen Bock mehr auf den LGBTBBQ-Wahn haben. Die sind aber damit auch jetzt ein Teil der Nachfolge Hitlers. Muss man wissen!
Ankertext für Spoiler
Ich oute mich mal als jemanden, der sich im Grunde vor allem als liberal betrachtet. Vielleicht sogar als links-liberal. Als jemanden, der von Idealen der Aufklärung erfüllt ist.
Liberal im Sinne von, dass jeder (erwachsene) Mensch möglichst viele Freiheiten haben sollte. Die Grenze besteht immer dort, solange niemand anderes in Mitleidenschaft gezogen wird.
Es hat z.B. niemanden zu interessieren, wer wen fickt, solange gemeinsamer Konsens darüber besteht. Kinder und Tiere können nun einmal ihren Konsens nicht mitteilen bzw. Sexualität noch nicht vollkommen erfassen. Deshalb fickt man keine Tiere und keine Kinder.
Ich halte nichts von Religion, trotzdem sollte jeder Mensch an wasauchimmer glauben können und dürfen und das auch ausleben können und dürfen, solange man niemand anderem an den Kragen geht, nur weil diese Person den Glauben nicht teilt.
Jeder soll tragen dürfen, was er möchte, solange zumindest Genitalien bedeckt sind. Wenn ein 250kg Koloss unbedingt hautenge Klamotten tragen will, soll der Koloss das machen. Ich muss das aber nicht ästhetisch ansprechend finden. Nur weil ich etwas aber nicht ästhetisch anspruchsvoll finde, muss ich den Koloss aber auch nicht verbal Scheiße fressen lassen müssen. Ich kann mir meinen Teil auch einfach denken, ihn ignorieren und mich dafür entscheiden, nicht mit ihm ein Bier trinken gehen zu wollen.
Kurzum, ich kann andere(s) oft akzeptieren und noch öfter tolerieren. Nur weil ich etwas aber akzeptiere oder toleriere heißt das nicht, dass ich es auch bejubeln muss oder aktiv bejuble.
Idealerweise mischt sich "der" Staat so wenig wie möglich in die Leben seiner Bürger ein. Er gibt einen losen Rahmen an Spielregeln vor, innerhalb deren wir spielen können. Ob wir an dem Spiel dann schnell oder langsam teilnehmen, hat den Staat nicht zu interessieren. Ohne ein grobes Set an Spielregeln geht es aber nun mal nicht. Wir können nicht in absoluter Freiheit leben und agieren. Denn das würde eben den schlimmsten Dingen Tür und Tor öffnen.
Ich bin für starke Arbeitnehmerrechte. Ich bin dafür, die, die sehr viel haben, mehr in die Verantwortung zu nehmen als die, die wenig haben. Ich bin dafür, Reiche stärker zu besteuern als den Mittelstand oder Arme.
Ich bin dafür, dass wir Volksvertreter wählen. Ich bin für politisches Mitbestimmungsrecht des Volkes bzw. der Bevölkerung. Ich bin nicht per se gegen demokratische Strukturen.
Ich bin gegen einen autoritären Staat und vor allem gegen jeden totalitären Staat.
Ich bin für freie und offene Forschung, solange dabei niemand zu schaden kommt.
Bildung sollte jedem zur Verfügung stehen und das möglichst kostenfrei.
Ich bin gegen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Ich bin für Geschäftsbeziehungen zwischen gleichberechtigten Menschen, die sich auch auf allen anderen Ebenen möglichst auf Augenhöhe begegnen können sollten und begegnen sollten.
Ich bin voll und ganz bei Adam Smith, einem der Ur-Väter von "uns" Liberalen, der schon feststellte, dass es innerhalb einer Gesellschaft Funktionen gibt, die viel zu wichtig für die Gesellschaft sind, als dass man sie der Verantwortung von Individuen und deren Profitinteresse überlassen kann.
Gesundheitswesen, Infrastruktur für Transit und Energie, staatliche Gewalt in Form von Exekutive, Legislative und Judikative, aber auch staatliche Gewalt in Form der Landesverteidigung, Bildungswesen - das sind elementar für eine funktionierende Gesellschaft. Hier hat zu allererst der Staat ein Angebot zu schaffen, dass auf sicheren, zuverlässigen Füßen steht. Ein Angebot, dass jedes Mitglied der Gesellschaft unabhängig von sozialem, wirtschaftlichen oder sonsteinem Stand in Anspruch nehmen kann. Die Privatwirtschaft kann dieses Angebot dann ergänzen - wofür der Staat wiederum Regeln aufzustellen hat, nach denen alle gleichberechtigt leben und wirtschaften können.
Ich fordere starke Individuen. Aber starke Individuen sind dennoch nicht losgelöst vom Kollektiv und dürfen niemals vollkommen losgelöst davon sein.
Es ist mir relativ egal, wo sich andere User hier politisch einordnen, ob sie religiös sind oder nicht, yaddayaddayadda. Wenn ich hier meine Meinung sage, darf mir jeder andere User widersprechen. Ich entscheide dann, ob ich auf die Antwort reagiere oder nicht. Und solange mich niemand stumpf mit Scheiße bewirft, stehen die Chancen gut, dass ich darauf reagiere - solange ich das Gefühl habe, dass ich auch produktiv darauf reagieren kann. In meiner Welt nennt man das Diskutieren. Mir ist wichtig, dass ein gewisser Grad an Respekt vorliegt.
In meiner Welt ist Diskutieren wichtig. Es ist elementar für unser Dasein als Individuum und als Kollektiv. Aus 2 Gründen:
1.1) Ich bin eine ziemlich dumme Sau. Ich weiß relativ wenig und das, von dem ich meine es zu wissen, hinterfrage ich auch immer und immer wieder. Ganz im Geiste eines Sokrates.
1.2) Durch eine Diskussion hinterfrage ich auch meine eigenen Standpunkte. In einer Diskussion schärfe ich mein eigenes Argument oder gebe es auf. In meiner Welt ist das etwas, dass jeder aufgeklärte Mensch tun sollte.
2) Diskussionen, egal wie trivial oder tiefgründig, formen Beziehungen zwischen Menschen. Sie tragen dazu bei, dass sich Beziehungen zwischen Menschen vertiefen. Soziale Bindungen sind für jede Gesellschaft grundlegend wichtig. Eine Gesellschaft, die einzig und allein aus reinen Individuen besteht, kann auf Dauer nicht überleben. Wir sind soziale Tiere.
Das, was mir also wichtig ist, erlebe ich hier im Forum. In einem Forum, dass vermeintlicherweise ein Hort allen Übels und Bösen auf der Welt ist. Ein Hort voller Nazifaschisten, die den ganzen Tag nur ans Transen vergasen denkt und Leute in den Suizid treibt. In einem Umfeld voller Faschistennazis kann ich mich frei und uneingeschränkt äußern.
Auf Social Media, dass von Gut-, Besser- und Moralherrenmenschen dominiert wird, erlebe ich das nicht und kann ich das nicht.
Ich oute mich mal als jemanden, der sich im Grunde vor allem als liberal betrachtet. Vielleicht sogar als links-liberal. Als jemanden, der von Idealen der Aufklärung erfüllt ist.
Liberal im Sinne von, dass jeder (erwachsene) Mensch möglichst viele Freiheiten haben sollte. Die Grenze besteht immer dort, solange niemand anderes in Mitleidenschaft gezogen wird.
Es hat z.B. niemanden zu interessieren, wer wen fickt, solange gemeinsamer Konsens darüber besteht. Kinder und Tiere können nun einmal ihren Konsens nicht mitteilen bzw. Sexualität noch nicht vollkommen erfassen. Deshalb fickt man keine Tiere und keine Kinder.
Ich halte nichts von Religion, trotzdem sollte jeder Mensch an wasauchimmer glauben können und dürfen und das auch ausleben können und dürfen, solange man niemand anderem an den Kragen geht, nur weil diese Person den Glauben nicht teilt.
Jeder soll tragen dürfen, was er möchte, solange zumindest Genitalien bedeckt sind. Wenn ein 250kg Koloss unbedingt hautenge Klamotten tragen will, soll der Koloss das machen. Ich muss das aber nicht ästhetisch ansprechend finden. Nur weil ich etwas aber nicht ästhetisch anspruchsvoll finde, muss ich den Koloss aber auch nicht verbal Scheiße fressen lassen müssen. Ich kann mir meinen Teil auch einfach denken, ihn ignorieren und mich dafür entscheiden, nicht mit ihm ein Bier trinken gehen zu wollen.
Kurzum, ich kann andere(s) oft akzeptieren und noch öfter tolerieren. Nur weil ich etwas aber akzeptiere oder toleriere heißt das nicht, dass ich es auch bejubeln muss oder aktiv bejuble.
Idealerweise mischt sich "der" Staat so wenig wie möglich in die Leben seiner Bürger ein. Er gibt einen losen Rahmen an Spielregeln vor, innerhalb deren wir spielen können. Ob wir an dem Spiel dann schnell oder langsam teilnehmen, hat den Staat nicht zu interessieren. Ohne ein grobes Set an Spielregeln geht es aber nun mal nicht. Wir können nicht in absoluter Freiheit leben und agieren. Denn das würde eben den schlimmsten Dingen Tür und Tor öffnen.
Ich bin für starke Arbeitnehmerrechte. Ich bin dafür, die, die sehr viel haben, mehr in die Verantwortung zu nehmen als die, die wenig haben. Ich bin dafür, Reiche stärker zu besteuern als den Mittelstand oder Arme.
Ich bin dafür, dass wir Volksvertreter wählen. Ich bin für politisches Mitbestimmungsrecht des Volkes bzw. der Bevölkerung. Ich bin nicht per se gegen demokratische Strukturen.
Ich bin gegen einen autoritären Staat und vor allem gegen jeden totalitären Staat.
Ich bin für freie und offene Forschung, solange dabei niemand zu schaden kommt.
Bildung sollte jedem zur Verfügung stehen und das möglichst kostenfrei.
Ich bin gegen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Ich bin für Geschäftsbeziehungen zwischen gleichberechtigten Menschen, die sich auch auf allen anderen Ebenen möglichst auf Augenhöhe begegnen können sollten und begegnen sollten.
Ich bin voll und ganz bei Adam Smith, einem der Ur-Väter von "uns" Liberalen, der schon feststellte, dass es innerhalb einer Gesellschaft Funktionen gibt, die viel zu wichtig für die Gesellschaft sind, als dass man sie der Verantwortung von Individuen und deren Profitinteresse überlassen kann.
Gesundheitswesen, Infrastruktur für Transit und Energie, staatliche Gewalt in Form von Exekutive, Legislative und Judikative, aber auch staatliche Gewalt in Form der Landesverteidigung, Bildungswesen - das sind elementar für eine funktionierende Gesellschaft. Hier hat zu allererst der Staat ein Angebot zu schaffen, dass auf sicheren, zuverlässigen Füßen steht. Ein Angebot, dass jedes Mitglied der Gesellschaft unabhängig von sozialem, wirtschaftlichen oder sonsteinem Stand in Anspruch nehmen kann. Die Privatwirtschaft kann dieses Angebot dann ergänzen - wofür der Staat wiederum Regeln aufzustellen hat, nach denen alle gleichberechtigt leben und wirtschaften können.
Ich fordere starke Individuen. Aber starke Individuen sind dennoch nicht losgelöst vom Kollektiv und dürfen niemals vollkommen losgelöst davon sein.
Es ist mir relativ egal, wo sich andere User hier politisch einordnen, ob sie religiös sind oder nicht, yaddayaddayadda. Wenn ich hier meine Meinung sage, darf mir jeder andere User widersprechen. Ich entscheide dann, ob ich auf die Antwort reagiere oder nicht. Und solange mich niemand stumpf mit Scheiße bewirft, stehen die Chancen gut, dass ich darauf reagiere - solange ich das Gefühl habe, dass ich auch produktiv darauf reagieren kann. In meiner Welt nennt man das Diskutieren. Mir ist wichtig, dass ein gewisser Grad an Respekt vorliegt.
In meiner Welt ist Diskutieren wichtig. Es ist elementar für unser Dasein als Individuum und als Kollektiv. Aus 2 Gründen:
1.1) Ich bin eine ziemlich dumme Sau. Ich weiß relativ wenig und das, von dem ich meine es zu wissen, hinterfrage ich auch immer und immer wieder. Ganz im Geiste eines Sokrates.
1.2) Durch eine Diskussion hinterfrage ich auch meine eigenen Standpunkte. In einer Diskussion schärfe ich mein eigenes Argument oder gebe es auf. In meiner Welt ist das etwas, dass jeder aufgeklärte Mensch tun sollte.
2) Diskussionen, egal wie trivial oder tiefgründig, formen Beziehungen zwischen Menschen. Sie tragen dazu bei, dass sich Beziehungen zwischen Menschen vertiefen. Soziale Bindungen sind für jede Gesellschaft grundlegend wichtig. Eine Gesellschaft, die einzig und allein aus reinen Individuen besteht, kann auf Dauer nicht überleben. Wir sind soziale Tiere.
Das, was mir also wichtig ist, erlebe ich hier im Forum. In einem Forum, dass vermeintlicherweise ein Hort allen Übels und Bösen auf der Welt ist. Ein Hort voller Nazifaschisten, die den ganzen Tag nur ans Transen vergasen denkt und Leute in den Suizid treibt. In einem Umfeld voller Faschistennazis kann ich mich frei und uneingeschränkt äußern.
Auf Social Media, dass von Gut-, Besser- und Moralherrenmenschen dominiert wird, erlebe ich das nicht und kann ich das nicht.
Was mich zu dem Beitrag hier bringt.
Diese drei Tweets sind schon wieder so komplett voller Scheiße, dass ich kotzen möchte.
Wer glaubt den unironisch daran, dass "der" Faschismus in Deutschland besiegt sei? Wer? Wo?
Genau, niemand glaubt daran. Jeder weiß, dass "der" Faschismus eine konstante Gefahr ist (Voraussetzung: man betrachtet sich selbst nicht als Faschisten und hält Faschismus für die ideale Gesellschafts- und Politikform; dann betrachtet man Faschismus natürlich nicht als Gefahr).
Eine Ideologie wird auch nie mehr verschwinden. Ganz nach Dürrenmatt: Ein Gedanke, der einmal gedacht wurde, kann immer wieder gedacht werden. Von jedem Menschen. Ein Gedanke, der einmal in die Welt getragen wurde, bleibt in der Welt.
Es stimmt, die Radikalisierung nimmt zu - aber auf allen Seiten und auch ganz besonders auf der Seite der Gut-, Besser- und Moralherrenmenschen. Es ist nicht allein die AfD, die die Gesellschaft spaltet. Die Gegenseite trägt einen Bärenanteil an der derzeitigen Spaltung.
Da knüpfe ich wieder an @Prinz Scheißenherz 's Beitrag an: Schreibe ich auf Twitter, dass für mich als heterosexuellen Cis-Mann Trans-Frauen nicht als Geschlechtspartner in Frage kommen, werde ich als transphob, als Faschist und als Nazi beschimpft. Meine sexuelle Selbstbestimmung wird negiert und diffamiert. Und das ist dann nicht radikal?
Weil ich Trans-Frauen als Sexualpartner ausschließe, wie aber auch homosexuelle Cis-Männer, spreche ich diesen Menschen (doch) nicht automatisch jedes andere Recht ab. Ich spreche ihnen ja noch nicht einmal das Recht ab, sich mich als Sexualpartner auszusuchen. Aber ihr Anspruch auf mich endet genau dort, wo ich ihnen meine Zustimmung verweigere. Ich "consente" nicht - und das hat verdammtnochmal jeder Mensch zu akzeptieren. Da ist die Grenze. Aber weil ich diese Grenze ziehe, bin ich ein Nazi, bin ich also jemand, der an die Überlegenheit der weißen Rasse glaubt, der einen totalitären Staat und eine militarisierte Gesellschaft fordert, in dem gegen jeden, der von der Doktrin eben dieses Staates abweicht, mit Gewalt vorgegangen werden darf und muss.
Und dann wundern sich Menschen darüber, dass ich mich auch radikalisiere? Dass ich möglicherweise intoleranter werde? Es sind nicht die Rechten und Rechtsextremen, die mich radikalisieren. Es sind die Linken und Linksextremen.
Und natürlich muss auch noch ein unterschwelliger Bezug zu den Juden hergestellt werden. Denn man kann es heutzutage natürlich überall miterleben, wie der Staat Gesetze erlässt, die Trans-Personen das Recht auf Sex verweigert. Wie Gesetze erlassen werden, die Trans-Menschen materiell komplett enteignen. Wie Trans-Menschen staatlich organisiert zusammen getrieben und in Züge Richtung Osteuropa verfachtet werden. Deshalb sitzt eine Trans-Person auch im bayerischen Landtag. Deshalb wurde ja erst vor wenigen Tagen in der Politik beschlossen, dass ein Gesetz, dass von Trans-Personen kritisiert und als entwürdigend empfunden wird, abgeschafft und durch ein für Trans-Personen besseres Gesetz ersetzt werden soll. Ja, so funktioniert das im Faschismus. Genau so.
Man muss wirklich eine vollkommen degenerierte Person sein, wenn man sich heutzutage mit den Juden im 3. Reich vergleicht.
@Queerbildung trägt zu meiner Radikalisierung bei. Aber nicht zu Gunsten der Positionen von @Queerbildung.
Mit @Queerbildung ist eine von gegenseitigem Respekt geprägte und rationale Diskussion nicht möglich.
@Queerbildung vertritt genau all die Werte, die meinen entgegen gesetzt stehen.
@Queerbildung steht für alles, dass ich ablehne.
@Queerbildung ist jetzt schon öfters in diesem Thread aufgetaucht und jedes Mal waren die Beiträge kompletter Müll. @@Queerbildung ist, jeder kann den Account überprüfen, mit genügend Akteuren aus einer bestimmten Bubble verknüpft. Deshalb steht @Queerbildung stellvertretend für die ganze Gruppe und diese Gruppe kennt keinen Respekt, ist intolerant, irrational, autoritär und totalitär.
@Queerbildung & Co. sind die neuen Tyrannen.
Sic semper tyrannus.
Wer glaubt den unironisch daran, dass "der" Faschismus in Deutschland besiegt sei? Wer? Wo?
Genau, niemand glaubt daran. Jeder weiß, dass "der" Faschismus eine konstante Gefahr ist (Voraussetzung: man betrachtet sich selbst nicht als Faschisten und hält Faschismus für die ideale Gesellschafts- und Politikform; dann betrachtet man Faschismus natürlich nicht als Gefahr).
Eine Ideologie wird auch nie mehr verschwinden. Ganz nach Dürrenmatt: Ein Gedanke, der einmal gedacht wurde, kann immer wieder gedacht werden. Von jedem Menschen. Ein Gedanke, der einmal in die Welt getragen wurde, bleibt in der Welt.
Es stimmt, die Radikalisierung nimmt zu - aber auf allen Seiten und auch ganz besonders auf der Seite der Gut-, Besser- und Moralherrenmenschen. Es ist nicht allein die AfD, die die Gesellschaft spaltet. Die Gegenseite trägt einen Bärenanteil an der derzeitigen Spaltung.
Da knüpfe ich wieder an @Prinz Scheißenherz 's Beitrag an: Schreibe ich auf Twitter, dass für mich als heterosexuellen Cis-Mann Trans-Frauen nicht als Geschlechtspartner in Frage kommen, werde ich als transphob, als Faschist und als Nazi beschimpft. Meine sexuelle Selbstbestimmung wird negiert und diffamiert. Und das ist dann nicht radikal?
Weil ich Trans-Frauen als Sexualpartner ausschließe, wie aber auch homosexuelle Cis-Männer, spreche ich diesen Menschen (doch) nicht automatisch jedes andere Recht ab. Ich spreche ihnen ja noch nicht einmal das Recht ab, sich mich als Sexualpartner auszusuchen. Aber ihr Anspruch auf mich endet genau dort, wo ich ihnen meine Zustimmung verweigere. Ich "consente" nicht - und das hat verdammtnochmal jeder Mensch zu akzeptieren. Da ist die Grenze. Aber weil ich diese Grenze ziehe, bin ich ein Nazi, bin ich also jemand, der an die Überlegenheit der weißen Rasse glaubt, der einen totalitären Staat und eine militarisierte Gesellschaft fordert, in dem gegen jeden, der von der Doktrin eben dieses Staates abweicht, mit Gewalt vorgegangen werden darf und muss.
Und dann wundern sich Menschen darüber, dass ich mich auch radikalisiere? Dass ich möglicherweise intoleranter werde? Es sind nicht die Rechten und Rechtsextremen, die mich radikalisieren. Es sind die Linken und Linksextremen.
Und natürlich muss auch noch ein unterschwelliger Bezug zu den Juden hergestellt werden. Denn man kann es heutzutage natürlich überall miterleben, wie der Staat Gesetze erlässt, die Trans-Personen das Recht auf Sex verweigert. Wie Gesetze erlassen werden, die Trans-Menschen materiell komplett enteignen. Wie Trans-Menschen staatlich organisiert zusammen getrieben und in Züge Richtung Osteuropa verfachtet werden. Deshalb sitzt eine Trans-Person auch im bayerischen Landtag. Deshalb wurde ja erst vor wenigen Tagen in der Politik beschlossen, dass ein Gesetz, dass von Trans-Personen kritisiert und als entwürdigend empfunden wird, abgeschafft und durch ein für Trans-Personen besseres Gesetz ersetzt werden soll. Ja, so funktioniert das im Faschismus. Genau so.
Man muss wirklich eine vollkommen degenerierte Person sein, wenn man sich heutzutage mit den Juden im 3. Reich vergleicht.
@Queerbildung trägt zu meiner Radikalisierung bei. Aber nicht zu Gunsten der Positionen von @Queerbildung.
Mit @Queerbildung ist eine von gegenseitigem Respekt geprägte und rationale Diskussion nicht möglich.
@Queerbildung vertritt genau all die Werte, die meinen entgegen gesetzt stehen.
@Queerbildung steht für alles, dass ich ablehne.
@Queerbildung ist jetzt schon öfters in diesem Thread aufgetaucht und jedes Mal waren die Beiträge kompletter Müll. @@Queerbildung ist, jeder kann den Account überprüfen, mit genügend Akteuren aus einer bestimmten Bubble verknüpft. Deshalb steht @Queerbildung stellvertretend für die ganze Gruppe und diese Gruppe kennt keinen Respekt, ist intolerant, irrational, autoritär und totalitär.
@Queerbildung & Co. sind die neuen Tyrannen.
Sic semper tyrannus.